Praxis für Lebensberatung und Traumatherapie

Psycisches Trauma - Traumatherapie

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Godehart Hannig
* IoPT Traumatherapeut
Grüner Weg 1
36211 Alheim
Tel.05664 946 9953
Mobil 0173 296 9985

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Von psychischem Trauma spricht man bei einem Lebensereignis, dass emotional nicht zu verkraften ist. Vor allem Kinder sind davon stark betroffen, weil sie nach der Zeugung zunächst im Mutterleib, dann nach der Geburt in Symbiose mit den Eltern, am stärksten aber verbunden mit der Mutter leben. Ihre eigene Identität und Selbständigkeit bildet sich erst im Laufe des Lebens.
Der mit dem traumatischen Ereignis (Naturkatastrophen, schwere Unfälle, Vergewaltigungen, Terroranschläge, Kriegserlebnisse, Entführungen, Existenznot) verbundene Stress führt zur Erstarrung und Gefühllosigkeit. Für Kinder sind besonders schwerwiegend: Verlust eines Elternteils, Trennung der Eltern, mangelnde Empathie, Gefühllosigkeit, Aggression, sexuelle Übergriffe. Die Psyche spaltet sich auf, um überleben zu können. Dies wird im späteren Leben zum Problem. Denn die Überlebensstrategien sind entweder Depression: ich stelle mich taub, blind oder tod, um nicht aufzufallen, oder Aggression: übertriebene Leistungen erbringen, andere klein machen, um selber größer zu scheinen, immer auf Achse sein, nie zur Ruhe kommen. Diese  führen aber nie zu einem erfüllten Leben, sondern oft zur völligen Erschöpfung, burnout, manchmal auch Selbsttötung.
Wer als Kind zum Opfer von Gewalt geworden ist, wird oft als Erwachsener zum Täter an seinen Kindern, aber auch an sich selbst. Eine Frau, die z.B. als Kind missbraucht wurde, hat ihre Gefühle abgespalten. Wenn sie ein Kind bekommt, erlebt das Kind die Mama als gefühllos und abwesend. Um in Kontakt mit Mama zu bleiben, muss sich das Kind verleugnen. Es lebt ganz im Trauma der Mama.

Trauma ist dem kognitiven Denken nicht bewußt, es wird ausgeblendet. Daher weiß man in der Regel auch nichts von seiner Existenz.
In Krisensituationen erlebt man aber durch Körperreaktionen, dass etwas nicht mit einem stimmt. Gefühlsstarre oder emotionale Überreaktionen machen dies deutlich.
Spaltung nach Traumaerfahrung hat Stress im Körper zur Folge. Dadurch wird überproportional viel des Stresshormons Cortisol produziert, das den Körper krank macht. Jede Krankheit hat eine psychische Ursache!


Welche Arten von Trauma gibt es?

Trauma der Identität
Es entsteht, wenn die Zeugung unfreiwillig, zufällig oder mit Gewaltanwendung verbunden war, in der Folge das Kind nicht erwünscht erachtet wird, Gedanken an Abtreibung oder Adoption gehegt werden. Oder der Vater unbekannt bleibt. Oder nicht klar ist, wer der Vater ist.
Das Kind spürt all dies vom Zeitpunkt der Zeugung an und entwickelt im Mutterleib schon Ängste. Diese können zu  Geburtsschwierigkeiten oder Frühtod führen.

Trauma der Liebe
Ist ein Kind dann auf der Welt, braucht es die Zuwendung der Mama, die das Baby physisch und emotional versorgt, damit es eine sichere Bindung aufbauen kann. Dies ist enorm wichtig für die Entwicklung von Selbstvertrauen und Ich-Stärke im späteren Leben.
Bei einer traumatisierten Mutter findet das Kind keinen Halt. Durch erhöhte Aktivität macht es auf sich aufmerksam (Hyperaktivität!). Wenn ich mich ganz doll anstrenge, bekomme ich die Zuwendung der Mama. Doch das bleibt eine Sysiphos-Arbeit, deren Ziel nie erfüllt wird. Es führt im Erwachsenenalter zu Höchstleistungen in Sport, Arbeit, Kultur, endet aber häufig in Depressionen, wenn erkannt wird: ich kann Weltmeister werden, bekomme dadurch aber nicht das, was ich als Kind von der Mama gebraucht hätte.
Größere Bedeutung noch hat aber die Tatsache, dass die vorbehaltslose Liebe des Kindes den Eltern gegenüber massiv gestört und enttäuscht wird. Dadurch wird die Fähigkeit des Kindes zu lieben (sich selbst und andere) zunichte gemacht.

Trauma der Sexualität
Wird ein Mensch gegen seinen Willen zum Objekt der sexuellen Bedürfnisbefriedigung anderer gemacht, wird er dadurch physisch und psychisch verletzt. Wenn er dieser Situation nicht entrinnen kann, entstehen überwältigende Gefühle von Schmerz, Angst, Trauer, Wut, Ekel, Scham und Minderwertigkeit.
Mehr Infos zu diesem Thema in dem Buch: Liebe, Lust, Trauma von Prof.Dr.Franz Ruppert

Trauma der eigenen Täterschaft
Jeder Täter war als Kind/Jugendlicher einmal Opfer. Weil durch seine traumatische Erfahrung die Psyche gespalten ist, ist sein Handeln durch seine Traumaerfahrung und die damit verbundene Überlebensstrategie bestimmt. Wir sprechen von einer Täter-Opfer-Dynamik, aus der es gilt, auszusteigen.

In vielen Fällen baut sich im Leben eine Trauma-Biographie auf, in der zu den Kindheits-Traumata weitere im späteren Leben hinzukommen. Gerade in der sogenannten "Corona-Krise" kommt in vielen Menschen Todesangst hoch. Das eigene Kindheits-Trauma wird angetriggert, löst Panik aus und lässt Menschen den Horrorszenarien der Angstmacher blindlings folgen, ohne sich erst mal eine eigene Meinung zu bilden.

Traumatherapie
Um aus der Traumabiografie auszusteigen, bedarf es einer Traumatherapie. Diese ist dann wirksam, wenn durch sie die Ursachen für die innere Spaltung aufgedeckt und der Kontakt zu den eigenen Gefühlen wieder hergestellt werden. Und dies ist genau die Zielsetzung der IoPT.

Ein weiterführender Link zu den Videos von Prof.Dr.Fanz Ruppert: https://www.franz-ruppert.de/de/videos